Freitauchen, Apnoetauchen oder Freediving umschreibt eine spezielle Art des Tauchens. Getaucht wird hierbei ohne die Zuhilfenahme einer externen Luftversorgung. Der Apnoetaucher verwendet ausschliesslich die in seiner Lunge befindliche Luft zum Tauchen. Freitauchen ist die natürlichste und intensivste Art des Tauchens – eine Reise in die Welt unter Wasser, ein Erlebnis seinen Geist und seinen Körper zu erleben.
Freitauchen kann als Hobby aber auch als Wettkampfsport betrieben werden. Dabei unterscheidet man diverse verschiedene Disziplinen - zwei davon spreche ich hier an:
Beim statischen Apnoetauchen, zum Beispiel, besteht das Ziel darin, die Luft so lange wie möglich anzuhalten. Hierbei spielt die Psyche die grösste Rolle - die Gedanken abschalten um Sauerstoff zu sparen, seine Atemreize zu kontrollieren und dabei vollkommen zu entspannen. Tom Sietas, deutscher Apnoetaucher und Ausnahmeathlet, erreichte am 6. Juli 2008 eine Zeit von unglaublichen 10 Minuten und 12 Sekunden und überschritt damit als Erster die 10-Minuten-Grenze. Der Rekord ist von AIDA-International anerkannt.
Diese Disziplin erfordert grösstmögliches Vertrauen in seine Trainingspartner und sollte keinesfalls alleine praktiziert werden. Nicht selten erreichen Anfänger bei ihrem ersten Apnoetauchkurs eine Leistungssteigerung um 100% oder mehr und verdoppeln so ihre Fähigkeit die Luft anzuhalten. Ein tolles Erlebnis, welches viele dazu veranlasst dem Freitauchen treu zu bleiben. Nicht selten schon, haben alteingesessene Gerätetaucher ihre Tauchausrüstung im Keller verrotten lassen und sich nach solchen Erlebnissen ganz dem Apnoetauchen verschrieben. ;-)
Eine Weitere Disziplin ist das Contant Weight (konstantes Gewicht). Diese Disziplin wird weiter unterteilt in "mit Flossen" (with fins) und "ohne Flossen" (without fins). Ziel hierbei ist es, eine möglichst grosse Tiefe zu erreichen. Dem Apnoetaucher ist es gestatt Gewicht mitzunehmen, um den Abstieg zu erleichtern. Was beim Abstieg möglicherweise ein Vorteil ist, kann somit beim Aufstieg zur Last werden. Die grösste Problematik bei dieser Disziplin dürfte der Druckausgleich sein. Mit zunehmender Tiefe und damit einhergehenden Druckzunahme, wird die Lunge des Tauchers zusammengepresst. Dies ist nicht schmerzhaft, erschwert jedoch das ausführen des Druckausgleich im Mittelohr.
Für weitere Informationen über die Disziplinen des Apnoetauchens, die Geschichte des Tauchens, die aktuellen Rekorde nach AIDA oder die Ausbildung zum Freitaucher, besuche bitte die Webseite Apnoetauchen.com.
Demnächst gibt es hier weitere Informationen zum Thema Freitauchen.
---
